Bundesliga-Spielbericht – Und dann kommt der Tag, an dem die Worte fehlen | #SV98FCK

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Irgendwie fängt irgendwo irgendwann immer ein Tag an, und irgendwie geht es seit ich denken und mich erinnern kann, schon immer irgendwie auch um Fußball. Wie ich damit aufwuchs, was er mir bedeutet – das habe ich in der Vergangenheit schon öfter mal durchblicken lassen. Auch wie ich zur Lilie, auf der Brust des Trikots im Schrank, auf meiner Rippe, dem Handgelenk und diversen anderen Fan Artikeln kam – das hab ich in der Vergangenheit schon hier und dort geschrieben, erzählt, …

Und ich denke auch, über die Bedeutung dieses Vereins, seines Fußball-Teams und der Menschen, die ich hier kennen lernen durfte, habe ich schon genug Worte verloren. Seit 78 als kleiner Bub, 88 als Jugendlicher, in den 90ern als „halbstarker Heranwachsender – eigentlich gefühlt schon immer irgendwie mehr oder weniger DA. Ab der Saison 2007/08 dann ne‘ Dauerkarte, nie mehr als vier Spiele pro Saison nicht im Stadion gewesen, und im letzten Jahr auch Spielberichte als Radio-Hörer geschrieben.

Eigentlich also immer DA, und daher auch einer der ersten, wenn‘ s darum geht innerhalb der Redaktion bei der Vergabe vom Berichten „hier“ zu schreien – und das, obwohl mir doch jeder, inklusive mir selbst, immer wieder rät „mal kürzer zu treten“ und die Handbremse etwas anzuziehen. Wer mich kennt, der weiß wie schwer mir das mit der Bremse fällt, und dass auf Grund meiner „Präsenz in diversen Gassen“ mein Vorname von den Eltern wohl falsch gewählt wurde …

Was das jetzt wieder mit diesem Text, dem Fussi und dem Lilien-Spiel von letzten Samstag zu tun hat? Nunja, öhhh, also…

Ich hab’s verrafft!!! Nen Termin zu Hause angenommen und kam so in den Genuss etwas zu tun, was ich bis dato noch nie getan habe. Irgendwann ist ja immer das erste Mal und so erlebte ich es eben am Samstag! Nein, ihr Ferkel – nicht was ihr denkt – Ich hatte schlicht das erste Mal am FanRadio. Das ist schon was komplett anderes, du sitzt da zu Hause, du bist genauso kribbelig oder vielleicht sogar noch hippeliger, als seist du live vor Ort. Du wartest, im Stadion wäre der Moment, wo du schon deinen Dienst im Innenraum hattest und inzwischen in den Block gewechselt bist. Der Moment, wo du deine Leute begrüßt hast, und ihr begonnen habt euch einzusingen.

Was die Jungs und Mädels wohl heute bringen? Allez les Bleus?  Das Neue mit dem einen Sportverein, den es in Hessen gibt?  Die musikalische Feststellung, dass auf dem Rasen der SVD spielt und im Stadion die Gesänge ertönen?   Du weißt es nicht, du hörst es nicht. Denn obwohl du mit den Gedanken im Stadion bist, bist du eben zu Hause. Im Wohnzimmer die Handwerker beim Aufbau, im Arbeitszimmer du, der PC an, der Stream an, aber noch läuft Musik.

Dann aber, dann endlich geht es los. Anpfiff, schon hörst du Fangesänge, hörst die Stimmen der beiden Jungs, die heute für dich und die anderen nicht live vor Ort sein Könnenden, übertragen. Die machen das echt super, gehen mit und du merkst, dass hier Fans für Fans kommentieren, dass da eben nicht nur nüchtern kommentiert wird…
Die Lilien haben Chancen, mit einem gut aufgelegten Heller, mit Boyd und Sam von Beginn. Das hört sich gut an, das klingt, als hätten die Jungs nach dem Unentschieden gegen Gladbach wieder Bock.

Tja und dann dieses scheiß Gegentor, du hoffst du bangst, du haderst damit, dass du nicht im Stadion bist, das nächste fällt und die Lilien leider auseinander.
Ganz ehrlich, wenn ich wieder nicht kann, dann lass ich den PC aus,

Das ist, … das geht für mich persönlich gar nicht.

Autor: Wuschel

 

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