Spielbericht SV Darmstadt 1898 – 1. FC Nürnberg

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Verdammt lange nichts Neues in Bluna

Nein, es ist noch nicht so lange her, dass ich an etwas geglaubt hab‘ und wirklich (fast) alles ernst genommen habe, ich eigentlich noch nie.

Letzten Endes bin ich da wie wir alle, es gibt Dinge, die wichtig sind, die man extrem ernst nimmt, in die man vielleicht materiell oder ideell mehr investiert als in andere, und es gibt eben Dinge und/ oder Situationen, die einen dann doch eher kalt lassen.

So iss halld es Leäwe unn es geehd halld immer irschendwie so weider!

Auch unser letztes Spiel gegen den Club aus Nürnberch, dessen Anhänger – wie uns der Vorbericht zum gestrigen Spiel lehrte – zwar nicht ganz so groß im „Knoddern“ und „Meggern“ sind wie wir Lilien, die sich aber laut Volksmund ebenso damit abgefunden zu haben scheinen, dass ihr „Glubb a Depp“ ist. Wie wir selbst da noch Haare finden, wo es keine Suppe gibt, ist noch nicht so lange her.

Saison 2014/15, ein Sieg am Bölle. Ein Sieg, zu dessen Beginn – genauer zu sagen beim Einlaufen – an eben doch schon verdammt lange gewesene Zeiten erinnert wurde. An ein altes Duell, das legendäre von 1973, welches unsere Lilien für sich …

Tja, und bevor ich mich hier im Schwärmen und den tausend Gedanken an mindestens ebenso viele Gründe, diesen Verein zu lieben, mit ihm zu fiebern, hier immer wieder hin und hinterher zu fahren, Freundschaften zu schließen, etc. verlier, von denen mir auf einmal immer wieder welche einfallen, komm ich dann doch zurück zu Montag.

Ihr erinnert euch, das Spiel gegen den oben und in Karins Vorbericht schon charakterisierten Club aus Nürnberg. Den Verein von Max Morlock, Andi Köpke, den ehemaligen Rekordmeister.

Aber auch den Verein, den nicht nur die Kreuzungen sportlicher Wege mit unseren Lilien zusammenbrachten, sondern eben auch Wege von Spielern. „Hannoooooooooooooooooooo“ beispielsweise oder eben Tobi Kempe, bei dem es „wech-da-wech“ ging und der nu nach seinem einjährigen Ausflug ins Frankenland wieder zurück ist in der „Stadt im Walde“, mit und bei dem Verein, der „am Böllenfalltor immer sein“ wird.

Ihr erinnert euch weiter daran, dass ich vor zwei Wochen, nach der Niederlage in Ingolstadt, sehr angefressen war und mir, der Mannschaft, euch oder wer auch immer es lesen wollte, so einige Fragen stellte?

Ob es ankam, bei meinen Lesern wohl schon, wo noch – weiß ich nicht.

Zurück zum Spiel, zurück zum Gemüt, weil Rationalität und Fans ja eben nicht so ganz passt, war ich also wieder da – wie fast alle, die auch in Ingolstadt waren und 13 000 mehr.

Sah eine Halbzeit mit 70% Ballbesitz unserer Lilien, in der wir in Führung gegangen waren, Chancen hatten, einiges kreierten und mehrfach vor das Tor des Gegners kamen. Sah aber auch einen Ausgleich aus dem Nichts und – sah am Ende – die Niederlage der Lilien.

Was jetzt kommt, wie es weitergeht – ich bin nicht die Foren und auch nicht Social Media, ich bin nur einer von Vielen mit vielen Gedanken, und wie so ziemlich alle eben auch etwas Bluna, und deshalb gibt es von mir hier keine weiteren Worte, keine Farbe für euer Bild vom Team und der Situation, wer mich persönlich kennt, der weiß, wo ich uns gerade sehe …

Autor: Wuschel

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