Bundesliga-Spielbericht – Aufgeben ist keine Option | #SV98FCB

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Ich wollte nie Vorbild sein – denn Bilder hängt man sich zu Hause an die Wand

Nein, das ist kein Zitat eines bekannten Prominenten – zumindest ist mir nichts dergleichen bekannt, ich zumindest habe den Spruch während meiner Ausbildung zum ersten Mal vor zwanzig Jahren genutzt. Warum ich das hier erzähle, naja irgendwie blieb meine Erinnerung an diesem Vorbild-Spruch unseres in meinen Augen herrlich frischen und authentischen Interims-Trainers hängen „der war schon in meiner Kindheit ein Vorbild“ ist dann ja auch schon irgendwie der Knaller, wenn bewusst ist das der, der diesen Satz äußert acht Jahre älter ist als das von ihm genannte „Idol aus der Kindheit“.

Aber sind wir doch mal ehrlich, mit genau diesen Sätzen trifft Ramon Berndroth den Nerv – und vor allem ihm glaubt man, das er das was er da so äußert wenn er von seinem „Idol“ spricht, oder davon „halt nochma de Turbo anzuwerrfe“ eben genau so meint.

Und Damit scheint er eben nicht nur uns zu erreichen, die wir auf den Rängen gefühlt wieder um einiges lauter und konstanter sind, die wir wieder „länger durchhalten“ und gefühlt „noch mehr geben“ – Nein, er hat vor allem die Jungs im Dress der Lilien erreicht, die Köpfe der Spieler die da samstags wieder auf dem Platz stehen und wollen, und gestern, beim Spiel, da war sie wieder, diese Einstellung.

Unter der Woche war wieder von Spielern zu lesen „die Bayern ärgern“ wollen. Genau dieser Biss, dieses „nicht aufgeben wollen“ war gestern zu spüren. Da war nicht mehr der „große Gegner gegen den es schwer wird“ (auch wenn das die Realisten wussten). Zwei Torschüsse, und dann guggst du auf die Videowand und stellst fest, es sind doch erst gerade einmal knapp drei Minuten gespielt. Du gehst in die Halbzeit mit einem 0:0 – gegen ein Team, das einen anderen potentiellen Abstiegskandidaten erst in der letzten Woche mit einer Kleinpackung von 5 Toren entließ!
Und das Einzige was deine Lilien heute besiegt ist so ein „Sonntagsschuß“.

Trotz dieser Niederlage und des kurzzeitigen „Streiks“ des Automobils auf der Heimfahrt war das dann irgendwie schon ein gelungener Tag. Mit allem was so dazu gehört. Mama war beim Fußball, schwärmt von der Atmosphäre und kann den Herren Sohn dann doch ein Stück weit verstehen, du hattest nen schönen Tagesstart mit Berner FreundInnen in der Stadt, und die Jungs reißen sich wieder den Arsch auf…

Ich fahre mit Lust und Laune nach Berlin.

Autor: Wuschel

 

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