Interview mit Lilienfan und „The Voice“ Teilnehmer Tobi Vorwerk

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Musiker-Typ und Lilienfan

Tobias Vorwerk aus Darmstadt hat es in den vergangenen Wochen bei der Castingshow „The Voice of Germany“ bis in die vorletzte Runde geschafft. Erst im Halbfinale war für den 26 Jahre alten Barkeeper leider Schluss. Im Interview mit der FuFa hat der Lilienfan über das Fußballfan-Sein als Musiker, das „Du musst kämpfen“-Bändchen und seine Lieblings-Liliensongs gesprochen.

Tobias, Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Erfolg bei The Voice of Germany auch nochmal von unserer Seite, cool, wie weit du da gekommen bist!

In der Show warst du ja im Team von Smudo und Michi von den Fantastischen Vier, die aus Stuttgart kommen und dort beim VfB vor den Heimspielen im Stadion zu hören sind. Wie war das denn so für die Stimmung im Team, dass du da als Fan von Darmstadt, von so einem kleinen Bundesligaaufsteiger, der jetzt aber in der Tabelle deutlich vor dem großen Bundesligisten aus Stuttgart steht, wo die Coaches verwurzelt sind, warst? War das da auch mal ein Thema?

Tobias Vorwerk: Nein, ich muss sagen, das ist eigentlich gar kein Thema gewesen. Ich weiß auch nicht, wie fußballaffin Michi und Smudo sind. Ich weiß, dass Smudo sich sehr für Motorsport begeistert, aber über Fußball haben wir im Team nicht geredet.

Seit wann bist du denn eigentlich Lilienfan und wie bist du es geworden?

Tobias Vorwerk: Das ist eigentlich eine ganz witzige Geschichte. Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Bei mir und meiner Freundin ist es damit so ein bisschen verkehrte Welt gewesen anfangs. Also ich bin halt so der Musiker-Typ, der auch gerne mal zu Hause was kocht, und sie ist schon immer der Riesen-Fußballfan gewesen und auch ein Riesen-SVD-Fan. So bin ich dann eigentlich über sie dazu gekommen und während der zweiten Liga immer mal mit ins Stadion gegangen. Spätestens nach dem Aufstieg in die erste Liga jetzt hat mich das Lilienfieber gepackt und ich bin bei jedem Spiel, für das ich eine Karte bekomme, dabei oder gucke es mir zumindest irgendwie in einer Kneipe oder zu Hause an.

Jetzt, wo du so einen Erfolg hast und berühmt bist, wie viel Zeit bleibt dir da überhaupt noch zum Fußball gucken?

Tobias Vorwerk: Ich kann mir meine Zeit ganz gut einteilen – bis jetzt jedenfalls noch. Ich war am Wochenende auch auf dem Spiel gegen Hertha. Also ich werde die Zeit immer finden, wenigstens mal abschalten zu können und zum Fußball zu gehen.

Fußball ist dann also für dich auch was zum Abschalten?

Tobias Vorwerk: Genau, einfach mal bisschen Spaß haben und den Jungs bisschen beim Kicken zugucken, das ist schon Entspannung für mich.

Bei deinen Auftritten ist einem als Lilienfan natürlich gleich aufgefallen, dass du das blau-weiße „Du musst kämpfen“-Bändchen trägst. Trägst du das immer und was hat es für eine Bedeutung für dich?

Tobias Vorwerk: Ja, ich trag’ das immer. Ich hab das vor allem für The Voice so ein bisschen als Glücksbringer etabliert. Seit den Knock-Outs hab ich das Bändchen jedes Mal angehabt und es hat mir immer irgendwie geholfen. Außerdem finde ich, dass es eine schöne Aktion ist, die ich auch gerne unterstütze, beziehungsweise, die ich gerne im Fernsehen ein bisschen publik machen wollte, indem ich das Bändchen trage. Und abgesehen davon passen ja das Motto und der Spruch „Du musst kämpfen“ natürlich gut zu so einem Wettbewerb, auch wenn es von der Aktion her eigentlich nicht so gemeint ist.

Wie ist es mit dem Mitsingen im Stadion, bist du da auch ganz vorne dabei oder musst du deine Stimme schonen?

Tobias Vorwerk: Nein, also wenn wir im Stadion sind, singen wir jeden Fangesang mit und pöbeln ordentlich. Wir sind da schon immer ’ne relativ laute Truppe.

Was singst du dann am liebsten? Und was ist dein Lieblings-Lilien-Song?

Tobias Vorwerk: Am liebsten singe ich den Liliensong „Die Sonne scheint“, ist ja klar. Ich denke aber, das geht allen so, das ist einfach der Hit. Ansonsten find’ ich natürlich „Allez les bleus“ toll. „Heller ist schneller“ ist auch ein super Song meiner Meinung nach. Es gibt auf jeden Fall einige coole Liliensongs.

Und zum Schluss: Wie sieht’s aus, wann kommt dein eigener Liliensong?

Tobias Vorwerk: Das muss ich mal schauen. Da müsste ich mal einen schreiben. Ich sag’ mal, ausgeschlossen ist es nicht, dass ich was schreibe, aber ich kenne viele Musiker, die schon viel länger als ich oder sogar schon von klein auf immer ins Stadion gehen, die fänden es vielleicht komisch, wenn ich auf einmal mit einem Song um die Ecke komme. Aber ausgeschlossen ist es nicht.

 

Das Interview führte Lea Selig

Fotoquelle: offizielle Facebookseite von Tobias Vorwerk (www.facebook.com/vorwerktobi); Fotograf: Yanis Mostert

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