Vorbericht zum Auswärtsspiel in Hamburg: Kleines HSV-ABC

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Dass der Hamburger SV sechs Meisterschaften, drei DFB-Pokalsiege, sowie je einen Europapokal der Landesmeister und Pokalsieger gewonnen hat, ist weitestgehend bekannt. Auch, dass das Maskottchen ein Dinosaurier namens Hermann ist und wer Pate für die Namensgebung war, erscheint nicht neu.

Insofern hier nun ein etwas anderer Versuch den Hamburger SV durchzualphabetisieren.
Adler-Träger: Der Hamburger SV stellte insgesamt 49 DFB-Nationalspieler, die 550 Partien für Deutschland absolvierten und dabei 101 Tore erzielten. Rekord-Internationaler ist Uwe Seeler mit 72 Einsätzen und 43 Torerfolgen.
Brüder: Der HSV ist der einzige Erstligist der es schaffte, gleich zwei Brüderpaare in einem Bundesligaspiel einzusetzen. Dieter und Uwe Seeler, sowie Gert und Bernd Dörfel spielten gemeinsam am 8.2.1964 beim 1:1 in Saarbrücken.
Champions League: Zweimal spielte der HSV bislang in der Königsklasse (2000/01 und 2006/07)
Darmstadt 98: Bislang gab es 5 Bundesliga-Duelle zwischen den Lilien und dem HSV. Die Bilanz spricht bei 3 Siegen und 2 Unentschieden (13:6 Tore) für die Norddeutschen. Und auch in den beiden DFB-Pokalpartien siegte der HSV mit 3:1 bzw. 1:0.
Elfmeter: Den Rekord für die meisten verwandelten Strafstöße in der Bundesliga hält Manfred Kaltz mit 53 bei 60 Versuchen. Einen verwandelte der „Erfinder der Bananenflanke“ dabei beim 2:2 in der Saison 1981/82 gegen Dieter Rudolf beim 2:2 am Böllenfalltor. Bei Hamburgs 6:1 im Hinspiel gegen die Lilien scheiterte Kaltz vom Punkt noch am Querbalken.
Fan-Freundschaften und Feindschaften: Aktuelle Freundschaften werden zu Hannover 96 und Arminia Bielefeld gepflegt. Zu den Rivalen zählen Werder Bremen und der FC St. Pauli.
Goalgetter: Die meisten Torerfolge für die Rautenträger kann natürlich nur einer inne haben: Uwe Seeler traf 137 mal für die Rothosen in der Bundesliga. Auch bei den Pflichtspieltreffern liegt „Uns Uwe“ mit 507 Treffern unangefochten an der Spitze.
Homosexualität: Neben Thomas Hitzelperger ist der ehemalige HSV-Spieler Heinz Bonn der einzig bekannt gewordene „schwule“ Bundesligaprofi. Bonn absolvierte zwischen 1970-1972 insgesamt 13 Bundesligaspiele für Hamburg und wurde 1991 im Alter von 44 Jahren ermordet.
Immer erste Liga: Der Hamburger SV ist der einzige Verein, der seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 nie in die Zweitklassigkeit abstieg. Dieses „Alleinstellungsmerkmal“ besitzen die Hansestädter seit der Saison 1997/98, als der 1. FC Köln als letztverbliebenes Gründungsmitglied (neben dem HSV) absteigen musste.
Jahrhundertelf: Im Jahr 2012 ließ der NDR die beste HSV-Elf seit Vereinsgründung 1887 wählen: Uli Stein – Manfred Kaltz – Dietmar Jakobs, Willi Schulz – Felix Magath, Rafael van der Vaart, Thomas von Heesen, Thomas Doll – Uwe Seeler, Horst Hrubesch, Kevin Keegan. Trainer: Ernst Happel.
Kader: Der aktuelle Kader der Rothosen umfasst 30 Spieler mit einem Gesamtmarktwert von knapp 60 Millionen Euro.
Lotto King Karl: Der Stadionsprecher intoniert vor jedem Heimspiel die HSV-Hymne „Hamburg, meine Perle“ vor der Nordtribüne. Eine Textzeile zum SV Darmstadt 98 beinhaltet der Song (noch) nicht…
Meier: Am 30.10.68 fragte der Unparteiische Deuschel beim Spiel gegen 1860 München Gert Dörfel, wie er heißen würde. Der HSV-Spieler Dörfel antwortete „Meier!“, worauf ihn der Schiedsrichter mit den Worten „Raus, Herr Dörfel!“ des Feldes verwies.
Nordmeister: Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Einführung der Bundesliga gelang es dem HSV zwischen 1947-1963 sage und schreibe 15 von 16 Norddeutschen Meisterschaften einzufahren. Einzig Hannover 96 durchbrach die Phalanx im Jahr 1954.
O-Ton: Ernst Happel, kettenrauchender Erfolgstrainer des HSV aus Österreich von 1981-1987 auf die Frage, was er vom Hallenfußball halte: „Da derfst ned rauchen, des halt i ned lang durch…“
Pink: Mit pinkfarbenen HSV-Trikots erhoffte sich der damalige Präsident Dr. Peter Krohn in der Saison 1976/77 mehr weibliche Fans ins Stadion zu locken. Sein Vorhaben ging auf.
Quote: Immer, wenn der SV 98 in der Bundesliga spielte, wurde der HSV Meister. Die Quote zu Saisonbeginn hätte sich gelohnt, denn bei einem Euro Einsatz, wären bei Hamburgs Meisterschaft 350 Euro ausgezahlt worden. (Bei Meisterschaft des SV 98 wären 1000 Euro ausgezahlt worden).
Resultate: In seiner Bundesliga-Historie war das häufigste Ergebnis mit Beteiligung des HSV ein 1:1. Im Hinspiel trennten sich der SV 98 und Hamburg just mit diesem Resultat (0:1 Lasogga 29. FE, 1:1 Heller 47.).
Seeler: DIE Ikone des HSV! Aufgrund seiner Verdienste rund um den HSV wurde „Uns Uwe“ vor dem Volksparkstadion im Jahr 2005 ein tonnenschweres Denkmal in Form (s)eines Bronze-Fußes im Maßstab 1:20 gesetzt.
Trophäen: Der HSV ist neben dem FC Bayern München, dem 1. FC Nürnberg und dem FC Schalke 04 der einzige Deutsche Verein, der die vier höchsten Vereinstrophäen im Deutschen Vereinsfußball (neben Meisterschale und DFB-Pokal, auch die Viktoria und den Tschammer- bzw. Goldfasanen-Pokal) in der vereinseigenen Vitrine  beheimatet.
Uhr: Die Bundesligazugehörigkeit des HSV begann am 24. August 1963. Seit jenem Datum zeigt die Digitaluhr jedes Jahr, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde Erstklassigkeit an. In Betrieb genommen wurde die Zeitmessmaschine jedoch erst im Jahr 2003.
VIP: Auf vielen alten Fotos ist die verstorbene Reggea-Legende Bob Marley im HSV-Trikot abgelichtet. Ob er tatsächlich den Hanseaten als Fan zugerechnet werden konnte ist bislang nicht mit absoluter Sicherheit übermittelt.
Werbung: Legendär war der TV-Werbespot von einem „fröhlich-frechen-Kaubonbon“ Hersteller, in dem die in der Kurve stehenden HSV-Anhänger durch den Schiedsrichter befragt wurden, ob sie Verlängerung oder Elfmeterschießen haben wollen. Die verneinenden Fans forderten stattdessen lautstark „MAOAM“!
Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit): Mit diesem rechten Problem wurde die Hamburger Fan-Szene insbesondere in den 80er-Jahren konfrontiert, obwohl mit Jimmy Hartwig zwischen 1978 und 1984 ein farbiger Spieler für den HSV auflief (182 Spiele, 52 Tore). Erster Bundesliga-Ausländer, der in der Bundesliga das Trikot mit der schwarz-weißen Raute trug, war übrigens der Ungar András Máte 1964/65 (6 Einsätze, 2 Tore).
Yeboah und Yilmaz: Anthony Yeboah (1997-2002, 100-BL-Spiele, 28 Tore) und Mahmut Yilmaz (1999-2003, 13-BL-Spiele) sind bis heute die einzigen Bundesligaspieler des HSV, deren Nachname mit Y beginnt.
ZDF-Torwand: Erfolgreichster Schütze an der Torwand war kein HSV-Spieler, sondern ein Trainer: Frank Pagelsdorf glückten zu seiner Amtszeit fünf Treffer.

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