Vorbericht SV Darmstadt 1898 – SpVgg Fürth

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Die Favoritenfrage und die SpVgg Fürth ohne „Greuther“

Die Lilien stehen vor ihrer 19. Zweitliga-Saison, doch was wird diese bereithalten? Die klassischen Favoriten für den Aufstieg bleiben aus, zu ausgeglichen kommt die zweite Liga daher. Mit Ingolstadt und unseren Lilien kommt auch kein etablierter Erstligist runter, so wie es im Jahr zuvor mit Stuttgart und Hannover der Fall war. Es werden einige Vereine den Blick nach oben wagen, denn gefühlt war es lange nicht so einfach einen der ersten drei Plätze zu erreichen, und so wird das Aufstiegsrennen sicherlich die eine oder andere Überraschung parat halten. Vereine wie Ingolstadt, Braunschweig, Union sollte man sicherlich auf dem Zettel haben. Der 1. FC Nürnberg mit Neu-Kapitän Hanno Behrens ist trotz finanziell schwieriger Situation ebenfalls ein Kandidat, der sich oben festbeißen könnte, aber Favoriten konnte man schon mal klarer benennen.

Wo stehen die Lilien?

Das Einordnen unserer Mannschaft fällt mir schwer und wahrscheinlich können wir erst nach 5-10 Spieltagen erahnen, wo die Reise hingeht. Die Euphorie mit dem Verbleib von Hamit Altintop ist jedoch groß. Auch habe ich deutlich größeres Vertrauen in die Jungs als zu Beginn der vergangenen Saison. Hinzukommt, dass der Kader bereits Mitte Juli nahezu komplett erscheint. In den Jahren zuvor wurde lange gewartet was übrig blieb, und viele Wechsel wurden erst im August eingetütet. Klar, das Finanzielle spielte da eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Mit den Transfererlösen von Esser und Gondorf konnte man diesen Sommer anders hantieren und Kempe aus seinem Vertrag kaufen, der im Jahr zuvor noch ablösefrei nach Nürnberg ging. Das alles gibt mir schon mal ein zuversichtliches Gefühl. Letztlich ist es mir aber vor allem wichtig eine solide Runde zu spielen, nie im Abstiegskampf involviert zu sein, und am Ende sollte ein einstelliger Tabellenplatz raus springen. Ob es für den Aufstiegskampf reicht? Keine Ahnung, es wäre für mich aber dann mal wieder wie die berühmte Kirsche auf der Sahnetorte. Wie schwer sich manch Absteiger in jüngster Vergangenheit getan hat, zeigten die Beispiele 1. FC Nürnberg, SpVgg Fürth und vor allem der SC Paderborn.

Spannend wird sein, mit wem Torsten Frings diese Zweitliga-Saison beginnt. Hier mal mein Tipp:

————————-Fernandes————————– Steinhöfer——-Sulu——–Niemeyer——–Holland ————Kamavuaka—————-Altintop———— Gaines——————-Kempe————-Großkreutz —————————–Boyd——————————

SpVgg Fürth statt „Greuther“

Zum ersten Heimspiel dürfen wir das Kleeblatt aus Fürth begrüßen, und genau dieses Symbol wird auch wieder vermehrt als Logo der Franken genutzt. Die Ursprünge im vorherigen Vereinslogo stammen aus dem Zusammenschluss mit der TSV Vestenbergsgreuth im Jahr 1996, dem die Mitglieder der SpVgg Fürth zustimmten, um die finanziellen Probleme des Vereins zu lösen. Um die Wurzeln beider Klubs zu repräsentieren, wurde im Logo neben dem Kleeblatt der stilisierte Holzschuh des TSV aufgenommen, und auch im Namen des Vereins fand sich ab nun an der Zusatz „Greuther“. Ein Graus für viele Fürther, die seit Jahren dafür kämpfen, wieder zu den Ursprüngen zurückzukehren. Auch wenn das alte Logo offiziell nicht abgesetzt ist, lässt das Kleeblatt viele Fanherzen höher schlagen und darauf hoffen, dass der dreimalige deutsche Meister wieder mit seinem ursprünglichen Namen und Logo aufläuft, schließlich wird seit 2007 auch wieder bei der TSV Vestenbergsgreuth im Herrenbereich Fußball gespielt. Maßgeblich wird jedoch Helmut Hack als Vereinspräsident diesen Prozess mitbestimmen und als ehemaliger Präsident des TSV V’Greuth war er einer der Väter der Fusionierung.

Die sportliche Situation zu Beginn dieser Zweitligasaison ist schwierig einzuschätzen. Mit Maximilian Wittek (TSV 1860, linker Verteidiger), Sebastian Ernst (Würzburger Kickers, offensives Mittelfeld) und Philipp Hofmann (FC Brentford, Stürmer) hat man gute Spieler eingekauft, jedoch hat man mit Marcel Franke (Norwich City, linker Verteidiger), Niko Geißelmann (Fortuna D’dorf, Verteidigung) und Robert Zulj (TSG Hoffenheim, offensives Mittelfeld) wichtige Spieler abgegeben. In Darmstadt fällt Neuzugang Hofmann verletzungsbedingt aus, und auch Wittek ist wegen einer Oberschenkelprellung angeschlagen, wird aber am Samstag ebenso wie Kapitän Marco Caligiuri (Wadenzerrung) auflaufen können.

Das FuFa-Tippspiel erwartet ein Ergebnis von mir, wer ist also der Favorit für Samstag? Nach Sichtung aller Fakten lautet mein Tipp ein souveränes 2:0. Und das ist kein Larifari-Tipp, schließlich will ich dieses Jahr unter die Top100 von rund 800 Tippern.

Damit uns die Akklimatisierung an die zweite Liga einfacher fällt, wurde das Spiel auf Samstag 15:30 Uhr gelegt 😉 Lasst uns also das Bölle wieder in ein blau-weißes Tollhaus verwandeln, auf dem Rasen und den Rängen!

Noch zwei Infos:
– Für alle Heiner wurde vom Block 1898 12 Uhr als Treffpunkt am Marktplatz ausgerufen und es geht im gemeinsamen Marsch ans Stadion.
– Am Samstag gibt es an den Ständen des Lilienkurier das diesjährige Saisonjournal welches diesmal auf zwei Hefte aufgeteilt ist. Nummer eins gibt es zu Saisonbeginn, Nummer zwei nach der Transferperiode im September. Kaufen, kaufen, kaufen.

Autor: David Saar

P.S.:  Wer beim FuFa-Tippspiel noch teilnehmen möchte, kann sich hier registrieren:
http://www.fufa-sv98.de/tippspiel

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