Spielbericht Werder Bremen – Lilien

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Samstags 15:30 Uhr in Bremen, da hat es der Spielplan gut mit uns gemeint. Zumindest deutlich besser als mit den armen Bremer die unter der Woche in Darmstadt antreten mussten. Klar, eine Woche nach München direkt ans komplett andere Ende von Deutschland zu fahren ist nicht gerade ideal, aber immerhin sollten rund 1898 Heiner den Weg in die Hansestadt finden.

Eine durchaus respektable Zahl, wenn man bedankt das man vor zwei Jahren bei einem wichtigen Spiel um den Aufstieg mit wenigen hundert noch nach Münster fuhr. Der Stamm der Auswärtsfahrer ist seitdem doch enorm gewachsen, so waren wir ja auch schon mit 1.500-1.600 an einem Sonntagabend in Ingolstadt. Ausreißer wie München oder Dortmund gab es auch damals wie mit Spielen in Leipzig. Hoffen wir, dass diese Entwicklung weiter anhält, denn nächste Saison dürfte es schwieriger werden an den Zahlen anzuknöpfen – unabhängig der Liga.

Meine kleine Reisegruppe startete mit dem Auto Richtung Bremen, welches wir zur frühen Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein erreichten. Perfekte Bedingungen einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt zu machen und sich dann an der Weser ein Bier zu gönnen. Getoppt wurde das Ganze durch die Anreise zum Weserstadion – per Schiff. An der letzten Station eingestiegen, dauerte die Fahrt zwar nur rund 15 Minuten, aber das hatte schon seinen Reiz direkt hinter der Gästekurve anzulegen.

Dort angekommen hörte man schon die Gesänge und Trommeln unserer Hinchas Azucenada. Mal wieder ein tolle Idee der Jungs und Mädels aus dem Block 1898 und sehr positiv, das man kaum Leute gesehen hat die ihr Handy gezückt haben um das Einsingen zu filmen. Lasst die Dinger in der Tasche, während den 90 Minuten Fußball darf es auch mal erlaubt sein durchzudrehen ohne Angst haben zu müssen wie man springend, singend und schwitzend im Internet zu sehen ist.

Der Gästeblock in Bremen fand ich recht bescheiden, zwar machte das Stadion im Allgemeinen einen guten Eindruck, aber gewisse Sachen störten doch sehr. Vor allem, dass die Heimseite aufgrund der Werbung kaum Platz hatte um ihre Zaunfahnen aufzuhängen. Wir müssen alle dafür einstehen, dass dies nicht in unserem neuen Stadion so wird.

Der “eigentliche” Spielbericht fällt etwas kürzer aus. Wir hatten eine sehr gute erste Hälfte gespielt, kaum Chancen zugelassen und doch macht Werder aus dem Nichts das 1:0. Wagner wurde jedoch kurz vor der Pause vom Bremer Keeper von den Beinen geholt und verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:1. Das zeigt auch die mentale Stärke unserer Mannschaft, dass wir Rückstände wegstecken können. Bremen kam deutlich besser aus der Kabine und erhöhte den Druck merklich jedoch ohne das was zählbares heraussprang – dank Mathenia!

Als die Bremer für Sulus einsteigen gegen Ujah gelb-rot forderten und Sulu eine kurze Behandlungspause benötigten, tobten die Grün-Weißen, umso geiler wenn dann genau dieser Sulu kurz darauf das 2:1 macht. Kollektives Ausrasten im Block!

Leider konnte die Führung nicht über die Zeit gerettet werden. Jungwirth hatte nach einer Ecke gegen Pizarro das Nachsehen und der Peruaner netzte zum 2.2 Endstand ein. Ein Sieg hätte uns natürlich ordentlich Luft im Abstiegskampf verpasst, aber unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung.

Nachdem Spiel ging es noch mit Bremern in das anliegende Kneipenviertel. Alles ohne jegliche Probleme, ganz im Gegenteil, viele nette Gespräche ergaben sich und hätte man nicht noch im Hostel einchecken müssen, wären wir da sicherlich versackt.

So wurde später am Abend noch das Bremer Nachtleben unsicher gemacht ehe am nächsten Morgen die Heimreise angetreten wurde.

Autor: Lilien blühen überall – David

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