Spielbericht SV Darmstadt 1898 – SpVgg Fürth

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Auftakt zur zweiten Liga, man was habe ich mich darauf gefreut! Endlich sollte es wieder losgehen. Doch leider artete der Tag ziemlich in Stress aus. Statt ganz entspannt am Ratskeller mein Bierchen zu trinken und gemeinsam mit dem Lilientross ans Stadion zu laufen, stand für mich noch ein Termin in der Stadt am Flughafen an. Wäre soweit auch nicht weiter tragisch, aber da ich mich auf meine eigenen Navigationskünste verließ, anstatt die GPS-Satelliten um Hilfe zu bitten, schmiss meine Holde mich erst gegen 14 Uhr am Justus-Liebig-Haus raus. Da der erste Bus zum Stadion so voll war, dass gar nichts ging, entschied ich mich meinen eigenen Ein-Mann-Lilienmarsch zu machen. Das ließ die Uhr natürlich weiter runter ticken, und so wurde es doch etwas stressig. Schließlich galt es ja einige Druckerzeugnisse zu besorgen.

Hefte, Shirts und zwei alte Bekannte

Neben der BamS und dem Lilienkurier erschienen an diesem Spieltag das Saisonjournal Nr. 1 (das zweite folgt zum Heimspiel gegen den VfL Bochum) und nach rund 10 Jahren wiedermal ein „Brutal“ der Mädels und Jungs des FFA. Letzteres erschien extra zum zwanzigjährigen Bestehen des Fanklubs, und auch mit einer Tapete zu Spielbeginn wurde auf das Jubiläum hingewiesen „Seit 20 Jahren Gefangene des Böllenfalltor“. Herzlichen Glückwunsch auf die oberen Traversen der Gegengerade.

Am Container des Block1898 wurden fleißig die Motto-Shirts für Kaiserslautern verkauft, welche im Stile des Trikots aus den 20er Jahren gehalten wurde. Für jedes verkaufte Shirt geht ein Euro an den Darmstädter Kinderhospitzdienst! Klasse Aktion. Wer gestern leer ausging, kann sich dennoch an der Motto-Fahrt beteiligen. Zieht einfach was Weißes an, damit die Lilienfamilie ein geschlossenes Bild auf dem Betzenberg abgibt.

Benni Gorka und Dominik Stroh-Engel auch noch hinter der Haupttribüne gesehen, die sich nicht im VIP-Bereich durchfutterten, sondern ganz wie Ottonormalfans ihre Wurst an einer der Buden kauften. Ach Jungs, wie ich euch vermisse.

Schnell noch ein Bier geholt (haha…) und ab auf die Gegengerade.

Nervöser Spielbeginn

Bei der Startaufstellung überraschte mich Torsten Frings, so dachte ich nicht, dass er mit Stark und Sobiech beginnt. Bejzak war nach ganz guter Vorbereitung nicht mal im Kader, ebenso wenig wie Höhn. Bei letzterem zeichnet sich jedoch ein Wechsel zu den Fürthern ab, weshalb er für dieses Spiel nicht berücksichtigt wurde.

Beide Mannschaften begannen recht nervös, was sowohl Frings als auch Fürths Radoki unzufrieden stimmte. So waren bereits Mitte der ersten Halbzeit die Auswechselspieler beider Mannschaften dazu angehalten, sich warm zu machen. Torlos ging es in die Pause, welche zum Gedenken an einen langjährigen Lilienfan genutzt wurde. Auch von dieser Stelle „Ruhe in Frieden, Bobbel“.

Zurück auf dem Rasen sollten sich irgendwann Aytac Sulus Bemühungen auszahlen, und ein altbekanntes Szenario stellte sich ein. Ruhender Ball, Kempe bringt ihn in die Mitte, Sulu macht das Ding rein, in dem Fall „irgendwie“. Denn Fürths Megyeri war dran, aber bugsierte das Leder dennoch in die eigenen Maschen. 1:0 für den SVD! Sauber.

Fürth hatte im weiteren Verlauf nochmal zwei, drei gute Chancen, aber wir schaukelten die Partie nach Hause und mit Schlusspfiff jubelte das Bölle und sonnenverbrannte Menschen auf der Gegengerade klatschten sich zufrieden ab.

Drei Punkte zum Auftakt, was will man mehr? Besonders positiv ist mir heute Marvin Mehlem aufgefallen. Da freue ich mich schon auf die weiteren Partien.

Leider gab es gegen Ende wieder einen Rettungseinsatz, aber am frühen Samstagabend wurde schon vermeldet, dass der Betroffene stabil sei. Alles Gute auf diesem Weg.

Nun kann die Vorfreude auf Lautern beginnen und denkt dran: alle in Weiß!

Autor: David Saar

Zur Fotogalerie: Zooom Box

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