Spielbericht FC Ingolstadt – SV Darmstadt 98

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Ein Bericht von „Lilien blühen überall“-David

Wenn es einen Wettbewerb für den unattraktivsten Gegner der 1. Bundesliga gibt, dann hätte Ingolstadt sehr gute Chancen diesen zu gewinnen. Natürlich müsste ich jetzt nicht meckern schließlich steht uns nächsten Freitag mit dem 1. FC Köln wieder ein Traditionsverein mit toller Fanszene ins Haus und auch das nächste Auswärtsspiel ist ja „ganz nett“ und allein der Umstand das wir 1. Liga spielen ist ja schon grandios, aber mir ist nun mal jetzt nach meckern.

Meckern über einen Verein den niemand in der ersten Liga braucht. Der in seiner Halbzeitpause eine „Kiss-Cam“ durch das Stadion schweifen lässt wie man es in der amerikanischen NBA oder NHL erwartet und ein Torjingle bei dem man die Würgereflexe selbst ein Tag später ganz massiv unterdrücken muss. Dazu ein „ausverkaufter“ Heimbereich in dem locker 1.000 Plätze frei geblieben sind, scheinbar wurde die Dauerkarte eben für Spiele gegen Bayern und Dortmund gekauft… Über Stimmung brauchen wir auch nicht sprechen und viele Heimfans fassten das Tor zum 3:1 als Schlusspfiff auf. Eijo machts halt schon mal heim, der AUDI-Fanclub wird die Mannschaft schon gebührend feiern.

Ja „Meckern“ muss auch mal sein, wir sind ja nicht im Friede-Freude-Eierkuchen Land, aber damit versuche ich es dann auch gut sein zu lassen 😉

Rund 1.298 Darmstädter fanden den Weg nach Ingolstadt und speziell meine Reisegruppe hatte doch eine interessante Anreisevariante. Während ich am Samstagabend schon in Franken verweilte durfte ich Sonntagmittag am Nürnberger HBF zwei weitere Mitfahrer einsammeln. Einer reiste aus unserem Landkreis an und der zweite ließ es sich trotz Wochenende in Hamburg nicht nehmen die Lilien zu unterstützen.

Im kleinen Brauhaus in Ingolstadt komplettierte ein Münchner Freund unsere Gruppe und zünftig wurde zu Mittag gespeist ehe man gemeinsam ans Stadion machte. Man war gespannt wie die Eingangskontrollen wohl heute ausfallen würden. Aber neu war für mich lediglich der Blick in den Geldbeutel, ansonsten (zumindest bei mir) nichts Ungewöhnliches. Als unerwünscht wurden Sticker und Schnipsel angesehen, oh mann… Warum der Anpfiff dann verspätet erfolgen musste, war mir nicht ganz klar, aber ich habe ja schon genug gemeckert.

Zu Beginn gab es eine Schweigeminute für die Terroropfer von Paris ehe der Ball rollen konnte.

Etwas übermotiviert ging Rosenthal bereits nach wenigen Sekunden in den Zweikampf mit Öczan und holte sich leider eine verdiente und vor allem unnötige gelbe Karte. Es war ein erstes Indiz welch kampfbetontes Spiel uns heute erwarten sollte, in dem Schiedsrichter Knut Kirchner nicht immer die beste Figur machte. Grund zur Freude sollte aber dennoch nicht lange auf sich warten lassen. Stroh-Engel der für den gelbgesperrten Wagner in der Startelf stand, hatte in der 7. Minute eine gute Gelegenheit die er leider nicht verwerten konnte.  Bereits zwei Minuten später köpfte Sulu nach Ecke Rausch das Leder hinter die Linie. 1:0 für unsere Lilien. Leider war es das dann auch mit dem Grund zum Freuen. Die ersten 30 Minuten ließen unsere Mannen die Ingolstädter zwar nicht ins Spiel kommen, dann kamen aber die Schanzer mit guten Gelegenheiten vor unser Tor.

Das 1:0 zur Halbzeit könnte man als schmeichelhaft bezeichnen und in der zweiten Halbzeit sollte das Ergebnis dann kippen. Durch Unkonzentriertheiten, einem Sonntagsschuss und einen zu Recht gegebenen Elfmeter drehte Ingolstadt innerhalb von 120 Sekunden das Spiel. Verdammt nochmal!

Unsere Mannschaft kämpfte zwar im Anschluss konnte aber keine nennenswerten Chancen herausspielen. Man machte zum Schluss weiter auf und stand logischerweise hinten nicht mehr ganz so kompakt was Ingolstadt kurz vor Schluss zum 3:1 Endstand nutzte.

Ärgerlich vor allem da uns ein Sieg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft hätte. Die kommenden Aufgaben werden nicht einfach und wie bereits eingangs erwähnt, kommen am Freitag die auswärtsstarken Kölner.

Vielleicht habe ich dann doch noch 1-2 Mal mehr im Bericht gemeckert wie ich mir vorgenommen habe, aber einen Preis als fairsten Verlierer will ich ja gar nicht gewinnen. Manchmal muss es halt einfach raus.

Egal Mund abputzen und weiter geht’s.

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